STUFEN
Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
Wir sollten heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen,
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
er will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt, so droht erschlaffen,
nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegen senden,
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden ...
wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde.
EPHIDES
VOLKS-WIRTSCHAFT statt Globalisierung!
Können Sie sich vorstellen, dass in einer LebensGesellschaft:
- "Wirtschaftliche Zwänge" nicht mehr unser Leben bestimmen, sondern dass das Wirtschaftsgefüge so gestaltet werden kann, dass es uns Menschen und der Umwelt für ein gutes Leben dienlich ist?
- wir von der mit Gewalt durchgesetzten Globalisierungs-, Kapital- und Zins-Wirtschaft letztlich zu einer echten und gesunden VOLKS-WIRTSCHAFT finden?
- Sie das tun was Ihnen Freude macht, was Sie aus Ihrem Innersten heraus schon immer tun wollten und es Menschen gibt, denen Ihre Ideen, Leistungen oder Produkte gefallen, sie gerne haben wollen und Sie davon gut leben können?
- lediglich für den tatsächlichen Bedarf gearbeitet und produziert wird?
- massenweise unnötige Firmen und Produkte vom Markt verschwinden, wenn jeder sein MENSCHENWÜRDIGES GRUNDEINKOMMEN hat und nicht mehr gearbeitet und produziert werden "muss" – nur um Geld zu verdienen?
- dann wieder eine wunderbare Vielfalt kleiner und regionaler Firmen entsteht – eine echte VOLKS-WIRTSCHAFT?
- wieder eine reichere Produktvielfalt entsteht, als jetzt in den internationalen Supermärkten und Handelsketten?
- Autos, Geräte und Gebrauchsgegenstände wieder so konzipiert und gefertigt werden, dass sie lange halten?
- wir uns davon verabschieden für Müllhalden zu produzieren, nur weil wir Geld verdienen müssen um zu leben, Marktanteile zu gewinnen und die Zinsen auf Kredite zu zahlen?
- dadurch Rohstoffe, Energie, Arbeits- und Verwaltungsaufwand gespart wird, die Umwelt geschont und zudem alle besser leben können?
- wir uns davon verabschieden die Irrlehre vom ständigen Wirtschafts-Wachstum zu glauben?
- alle Dienstleistungen und Handelsprodukte wesentlich billiger werden, da Steuern, Sozialabgaben und Zinslasten wegfallen?
- Handel wieder Freude macht und dem gegenseitigen Austausch von Gütern dient, ohne für den Lebensunterhalt verkaufen zu "müssen"?
- durch den Wegfall von Subventionen, Handel zu gerechten Preisen in und mit jedem Land möglich wird?
- Firmen und Organisationen keine Rechte mehr über Menschen, Tiere und Natur ausüben können, sondern auf das reduziert werden was sie sein sollten – Mittel um Leistungen und Waren für unser aller LEBEN zur Verfügung zu stellen?
Der entscheidende Punkt ist:
Wenn Sie sich das vorstellen können, und noch jemand und noch jemand, dann bekommt es die Kraft Wirklichkeit zu werden!
Wie kann es in einer LebensGesellschaft sein?
In einer LebensGesellschaft wird sich wohl die Erkenntnis durchsetzen, dass Industrie und Wirtschaft dem Ganzen, der Erhaltung der Erde und den Menschen DIENEN müssen, nicht umgekehrt, die Menschen, Tiere, Pflanzen und die Erde den Wenigen hinter der Wirtschaft.
Es ist ohne weiteres möglich, dass BETRIEBSCHAFTEN an denen die Mitarbeitenden eigenverantwortlich beteiligt sind (Erklärung folgt noch), die Dinge des Lebens herstellen und verteilen, die gewünscht und gebraucht werden. Der Grund-Lebensbedarf wird sicher wieder zuerst regional gedeckt und in den Bereichen, wo es nicht möglich ist, überregional "gehandelt".
Die Menschen einer LebensGesellschaft werden dann sicher neue Vereinbarungen treffen wollen, was Einzelne oder Firmen tatsächlich an und auf der Erde besitzen können. Wir werden jegliche Ansprüche und Eigentum an der Erde neu regeln. Boden, Landschaft, Wälder und das Wasser der Quellen, Flüsse und Seen könnten wieder von den Menschen der jeweiligen Gemeinden verwaltet, geschützt und gepflegt werden, mit einer ganz neuen, liebevollen Verantwortung der Menschen für IHRE UMWELT. Die Art und Weise wie wir dann die Natur nutzen, ohne das Profitdenken als Hauptzweck, wird eine ganz andere sein.
Wir werden kreativ Neues entwickeln und unseren Mitmenschen anbieten. Es wird eine unendliche Vielfalt und somit eine echte VOLKS-Wirtschaft entstehen.
So könnte es in einer LebensGesellschaft sein!
Grundbetrachtung zur Volks-Wirtschaft!
Ludwig Erhard, der erste und offen-sichtlich einzige weitsichtige Wirtschaftsminister der BRD, führte 1948 die DM und die "Soziale Marktwirtschaft" für uns ein und ermöglichte damit das "Deutsche Wirtschaftswunder", das einmalig in der Welt und sogar den Siegermächten weit voraus war. Leider haben wir vergessen wie fortschrittlich er mit seinem Plan war!
Ludwig Erhard, aus seinem Buch "Wohlstand für alle":
"So wollte ich jeden Zweifel beseitigt wissen, daß ich die Verwirklichung einer Wirtschaftsverfassung anstrebe, die immer weitere und breitere Schichten unseres Volkes zu Wohlstand zu führen vermag. Am Ausgangspunkt stand da der Wunsch, über eine breitgeschichtete Massenkaufkraft die alte konservative soziale Struktur endgültig zu überwinden.
Diese überkommene Hierarchie war auf der einen Seite durch eine dünne Oberschicht, welche sich jeden Konsum leisten konnte, wie andererseits durch eine quantitativ sehr breite Unterschicht mit unzureichender Kaufkraft gekennzeichnet. Die Neugestaltung unserer Wirtschaftsordnung musste also die Voraussetzungen dafür schaffen, daß dieser einer fortschrittlichen Entwicklung entgegenstehende Zustand und damit zugleich auch endlich das Ressentiment zwischen 'arm' und 'reich' überwunden werden konnten. Ich habe keinerlei Anlaß, weder die materielle noch die sittliche Grundlage meiner Bemühungen mittlerweile zu verleugnen. Sie bestimmt heute wie damals mein Denken und Handeln." (Wohlstand für alle, 1957, S. 7)
Wir sollten uns auf ihn beziehen dürfen, wenn es um gerechtere Einkommens- und Vermögensverhältnisse geht.
Weil er dann "dieser überkommenen Hierarchie" im Wege war, wurde er 1966 über sein eher unglückliches Bundeskanzler-Amt aus dem Verkehr gezogen, genau zu dem Zeitpunkt als er den Auswüchsen der aufblühenden Konjunktur "gegen-Steuern" wollte.
Ein Kurs in Wirtschaft!
Ein Investmentbanker stand in einem kleinen griechischen Fischerdorf am Pier und beobachtete, wie ein kleines Fischerboot mit einem Fischer an Bord anlegte. Er hatte einige riesige Thunfische geladen. Der Banker gratulierte dem Griechen zu seinem prächtigen Fang und fragte, wie lange er dazu gebraucht hätte.
Der Grieche antwortete: Ein paar Stunden nur. Nicht lange.
Daraufhin fragte der Banker, warum er denn nicht länger auf See geblieben sei, um noch mehr zu fangen.
Der Grieche sagte, die Fische reichten ihm, um seine Familie die nächsten Tage zu versorgen.
Der Banker wiederum fragte: Aber was tun Sie denn mit dem Rest des Tages?
Der griechische Fischer erklärte: Ich schlafe morgens aus, gehe ein bisschen fischen; spiele mit meinen Kindern, mache mit meiner Frau nach dem Mittagessen eine Siesta, gehe ins Dorf spazieren, trinke dort ein Gläschen Wein und spiele Gitarre mit meinen Freunden. Sie sehen, ich habe ein ausgefülltes Leben.
Der Banker erklärte: Ich bin ein Harvard Absolvent und könnte Ihnen ein bisschen helfen. Sie sollten mehr Zeit mit Fischen verbringen und von dem Erlös ein größeres Boot kaufen. Mit dem Erlös hiervon wiederum könnten Sie mehrere Boote kaufen, bis Sie eine ganze Flotte haben. Statt den Fang an einen Händler zu verkaufen, könnten Sie direkt an eine Fischfabrik verkaufen und schließlich eine eigene Fischverarbeitungsfabrik eröffnen. Sie könnten Produktion, Verarbeitung und Vertrieb selbst kontrollieren. Sie könnten dann dieses kleine Fischerdorf verlassen und nach Saloniki oder vielleicht sogar nach Athen umziehen, von wo aus Sie dann Ihr florierendes Unternehmen leiten.
Der Grieche fragte: Und wie lange wird dies alles dauern?
Der Banker antwortete: So etwa 15 bis 20 Jahre.
Der Grieche fragte: Und was dann?
Der Banker lachte und sagte: Dann kommt das Beste. Wenn die Zeit reif ist, könnten Sie mit Ihrem Unternehmen an die Börse gehen; Ihre Unternehmensanteile verkaufen und sehr reich werden. Sie könnten Millionen verdienen.
Der Grieche sagte: Millionen. Und dann?
Der Banker sagte: Dann könnten Sie aufhören zu arbeiten. Sie könnten in ein kleines Fischerdorf an der Küste ziehen, morgens lange ausschlafen, ein bisschen fischen gehen, mit Ihren Kindern spielen, eine Siesta mit Ihrer Frau machen, in das Dorf spazieren, am Abend ein Gläschen Wein genießen und mit Ihren Freunden Gitarre spielen.
Autor leider unbekannt.





