Intensiv leben kann man nur auf Kosten des Ichs.
Der Bürger nun schätzt nichts höher als das Ich (ein nur rudimentär entwickeltes Ich allerdings).
Auf Kosten der Intensität also erreicht er die Erhaltung und Sicherheit, statt Gottbesessenheit erntet er Gewissensruhe, statt Lust Behagen, statt Freiheit Bequemlichkeit, statt tödlicher Glut eine angenehme Temperatur.
Der Bürger ist deshalb seinem Wesen nach ein Geschöpf von schwachem Lebensantrieb, ängstlich, jede Preisgabe seiner selbst fürchtend, leicht zu regieren.
Er hat darum an die Stelle der Macht die Majorität gesetzt, an die Stelle der Gewalt das Gesetz, an die Stelle der Verantwortung das Abstimmungsverfahren.
Hermann Hesse,
Der Steppenwolf
DIE GEMEINDE als Zentrum aller Entschlüsse!
Können Sie sich vorstellen, dass in einer LebensGesellschaft:
- Gemeinden und Städte die wichtigste Funktion in Staat und Gesellschaft und auch die erforderliche Finanzkraft bekommen – da wo die Menschen leben?
- die Menschen der Gemeinden / Städte in Selbstverantwortung und Selbstverwaltung das Zusammenleben und Zusammenwirken gestalten, durchaus mit regional unterschiedlichen Vereinbarungen und Regeln?
- Gemeinden / Städte eigene Modelle entwickeln können, auf ihre Erfordernisse abgestimmt und wir das als Bereicherung erleben?
- alle Strukturen darüber lediglich koordinierende Funktion haben, nicht regierende?
- alle wichtigen Positionen paarweise und gleichberechtigt von einer Frau und einem Mann besetzt sind und sie so gleichwertig mit ihren sich ergänzenden Fähigkeiten wirken?
- Gemeinden / Städte kundige Vertreter in regionale und überregionale, strukturierende Organisationsformen senden, die die Angelegenheiten beraten, die über die Gemeinden / Städte hinausgehen?
- somit "Alle Macht geht vom Volke aus" tatsächlich Wirklichkeit wird?
- alle Beratungen, Entschlussfassungen usw. in aller Öffentlichkeit stattfinden?
- die gewählten "Gemeindevertreter" auch wirklich die Interessen der Menschen vertreten und nicht die einiger "Macht-haber" in Wirtschaft und Politik?
- Beauftragte sofort abberufen werden können, wenn sie nicht die Interessen vertreten für die sie gewählt wurden?
- es keine Gleichmacherei über ganz Europa oder weltweit gibt, wohl aber Gleichwertigkeit?
- die Gemeinde-Vereinbarungen einfach, mit "gesundem Menschenverstand" begreifbar und lebbar werden und sich an den Grund-Lebensgesetzen orientieren?
- Regelungen und Gesetze dem Zusammenleben dienen, zuerst in der Familie, in der Hausgemeinschaft, mit den Nachbarn, in der Gemeinde / Stadt , dann zwischen den Gemeinden / Städten und durchaus unterschiedlich sein können?
- alles Land, Böden, Wälder, Flüsse und Seen wieder in die Obhut der jeweiligen Gemeinden gegeben sind?
- die Gemeinden für ihr Land, ihren Boden verantwortlich sind?
- niemand mehr Land kaufen oder besitzen kann, sondern aus der Obhut der Gemeinden gegen eine Gebühr mietet und dann auch für die Pflege verantwortlich ist?
- Hausbauer den Boden nicht mehr kaufen können oder müssen, sondern von der jeweiligen Gemeinde mieten?
- Boden nicht mehr vererbt oder damit spekuliert werden kann?
Der entscheidende Punkt ist:
Wenn Sie sich das vorstellen können, und noch jemand und noch jemand, dann bekommt es die Kraft Wirklichkeit zu werden!
Wie kann es in einer LebensGesellschaft sein?
Können Sie sich vorstellen und würden Sie es begrüßen, wenn in Gemeinden, Städten und Stadtteilen wieder ein WIR-Gefühl wachsen würde, wie es ja in einigen kleinen Gemeinden noch der Fall ist.
Halten Sie es für möglich und erstrebenswert, dass alle Belange einer Gemeinde wieder von den Bürgern durch einen GemeindschaftsDienst geregelt und erledigt werden, wie unter GRUNDEINKOMMEN beschrieben?
Wie würden Sie sich die optimale Organisation Ihrer GEMEINDE oder STADT in einer LebensGesellschaft wünschen – da wo Sie leben?
Schauen Sie sich einfach einmal an, was und wie Sie es gerne anders hätten.
Was halten Sie von dem Gedanken, dass in einer LebensGesellschaft das Zusammenleben der Menschen in den Gemeinden gestaltet werden könnte und nicht von einer Staats-Regierung? Was ergibt sich daraus?
Wie lässt sich in einer GEMEINDE / STADT optimal DAS LEBEN und der Lebens-Ausdruck des Einzelnen, aus unserem Kultur-Fundament heraus fördern und mit minimalen Regeln und Kontrollen gemeinsame Organisationsformen erreichen?
Wie würden Sie die Regelung des Zusammenlebens in IHRER GEMEINDE / STADT haben wollen, vielleicht ausgehend einerseits von bisherigen Schwierigkeiten und andererseits von obigen Impulsen?
Schauen Sie in sich hinein, fragen Sie Ihr inneres Wesen, Ihr Herz oder wie immer Sie es nennen wollen und Ihren "gesunden Menschenverstand"!
Sprechen Sie mit Freunden und Bekannten darüber. Fragen Sie Ihre Kinder, Sie werden über deren einfache, "kinderleichten" Lösungen staunen! Tauschen Sie Meinungen aus, finden Sie gemeinsame Lösungen.


